Multikomponenten Luftreinigung

Projektbeschrieb
Verschiedenste Branchen und Wirtschaftszweige sind zu Luftreinigungsmassnahmen verpflichtet oder aus innerbetrieblichen Gründen darauf angewiesen. Die Nachfrage nach Luftreinigungssystemen kommt traditionellerweise aus der Hotellerie- und Gastronomie. Zusätzlich sind alle Liegenschaftsbesitzer von Gewerbe-, Industrie- und Verwaltungsliegenschaften durch den Gebäudeunterhalt (Facility Management) zunehmend mit komplexen Fragen der Luftreinigung und Luftaufbereitung beschäftigt. Schliesslich haben die Medizin- und Chemiebranchen anspruchsvolle Herausforderungen im Bereich der Luftreinigung und Luftaufbereitung zu meistern.

Die herkömmliche Luftreinigung basiert auf Filtersystemen. Der Trend geht aber immer mehr in Richtung UV-Reinigung. Diese Reinigungsart hat den Vorteil, dass die Luft fast frei von Materie- und Geruchsmolekülen wird. Der Nachteil ist, dass sich bei der Umwandlung ein Ozon bildet. Diese Luft wird dann ins Freie geblasen.

Was es im nationalen und internationalen Marktumfeld noch nicht gibt, ist die neue Kombination von bereits bewährten Komponenten, um die Luftreinigung in ganz neue Dimensionen zu bewegen. Ausgangslage ist die UV-Reinigung, welche von der bisherigen Röhren-Technologie auf LED oder LCC-Technologie geändert wird. Dieser Technologiewechsel ermöglicht, dass im Luftreinigungssektor mehrere Lichtfrequenzen parallel geschaltet und allenfalls zusätzliche Techniken wie Ionisation, Ultraschall etc. dazu geschaltet werden können.

Die Markteinführung der neuen Produkte wird sich sehr aufwändig gestalten, weil in der Schweiz und in verschiedenen Ländern Europas heute noch geltende Verordnungen angepasst werden müssen.

Drei Seetaler Unternehmen (Arotec AG, Ballwil; Seven-Air Gebr. Meyer AG, Hitzkirch; Asomatic AG, Hochdorf) wollen dieses Innovationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und weiteren Partnern realisieren. Die beteiligten Unternehmen setzen den Innovationsprozess als einfache Gesellschaft um, um dann für die Vermarktung des neuen Produkts eine neue Aktiengesellschaft zu gründen, an der sich alle Projektpartner beteiligen können.

Das Innovationsnetzwerk startet die Arbeiten der ersten Projektphase im Januar 2016. Die Hauptkosten fallen jedoch in der zweiten bis vierten Phase an, welche bis Juni 2017 andauert. Die neuen Produkte werden in den ersten fünf Jahren nach Abschluss des Innovationsprojekts zu einem Umsatz von rund CHF 10 Mio. und 12 neuen Vollzeitstellen in der Wirtschaftsregion Seetal führen. Die neuen Produkte haben die Chance national und international grosse Beachtung zu finden.

Das Projekt dauert vom Januar 2016 bis Sommer 2017.