Talstrasse Seetal

Umsetzungsprojekt des regionalen Entwicklungsplans Seetal (REP)
Der am 19. August 2008 vom Regierungsrat des Kantons Luzern verabschiedete REP Seetal (regionaler Entwicklungsplan Seetal) definiert, wie das Luzerner Seetal seine Verkehrsströme planen und lenken soll. Unter Punkt 16 «Der Individualverkehr ist leistungsfähig und wird sicher und ortsverträglich abgewickelt» ist das Luzerner Seetal unter der Federführung der IDEE SEETAL beauftragt, eine entsprechende Korridorplanung für dieses Strassenbauprojekt zu erarbeiten.

Projektbeschrieb der Talstrasse Seetal
Unter der Talstrasse Seetal werden die Umfahrungen der Dörfer Hochdorf, Ballwil und Eschenbach verstanden. Bei diesen Umfahrungsstrassen handelt es sich um normalbreite Kantonsstrassen und nicht etwa um eine Schnellstrasse. Geplant ist die Anbindung der Talstrasse Seetal an den Autobahnanbringer in Buchrain.

Nutzen der Talstrasse
Die Belastungen durch den motorisierten Verkehr haben entlang der Kantonsstrasse im Luzerner Seetal in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die Dorfzentren sind durch Abgas- und Lärmimmissionen beeinträchtigt und die Lebensqualität ist wesentlich vermindert. Das Verkehrsaufkommen führt in den Spitzenstunden zu Verlustzeiten und Staus. Die dafür verantwortlichen Verkehrsströme sind mehrheitlich auf den Binnenverkehr zurückzuführen.

Die Talstrasse Seetal muss einen vielfältigen und breit abgestützten Nutzen erbringen. Nur so ist es zu rechtfertigen, wertvolles Kulturland für dieses Bauvorhaben einzusetzen:

  • Entlastung der Dorfkerne: Die Dorfkerne von Hochdorf, Ballwil und Eschenbach sollen vom Durchgangsverkehr entlastet werden
  • Beitrag zur Verkehrssicherheit: Die objektive und subjektive Verkehrssicherheit soll gesteigert werden
  • Staufreie Erreichbarkeit der Arbeits- und Wohngebiete: Die Talstrasse Seetal soll die Arbeits- und Wohngebiete auch zu Stosszeiten staufrei erreichbar machen. Verschiedene KMU- und Industriegebiete zählen darauf, dass sich die zurzeit unattraktive Situation zeitnah verbessert.

Weiteres Vorgehen
Im Bauprogramm für die Kantonsstrassen 2011 - 2014 ist das Projekt K16 Hochdorf, Hochdorf-Eschenbach Süd, Umfahrung (Talstrasse), im Topf B eingeteilt. In den Jahren 2011 bis 2013 wurde ein mehrstufiges Variantenstudium durchgeführt. Als Ergebnis dieser in Zusammenarbeit mit den Gemeinden durchgeführten Arbeiten hat der Regierungsrat des Kantons Luzern im September 2013 beschlossen, vier Varianten je zu einem Vorprojekt ausarbeiten zu lassen. Die Vorprojektarbeiten wurden im Jahr 2014 gestartet.

Im November 2014 beschloss der Kantonsrat die vollständige Streichung des Projekts aus dem Strassenbauprogramm 2015 - 2018 (Begründung: nicht mehrheitsfähig). Trotz dieses negativen Entscheids stehen die bestehenden Verkehrsprobleme im Seetal weiterhin im Zentrum. Unter dem Projekt «Gesamtverkehrsprojekt Seetal» werden zusammen mit dem Kanton (BUWD, vif) Lösungen gesucht und ausgearbeitet, die für die ganze Region Seetal umgesetzt werden können. Der grossen landschaftlichen Qualitäten und der Bedeutung der Landwirtschaft sind den negativen Auswirkungen durch die Strasse der Umwelt und dem Raum besondere Achtung zu schenken.                                                        

Die Webseite «der IG für eine vernünftige Verkehrslösung im Seetal»:

www.querfeldnein.ch