Regionaler Entwicklungsträger

Im neuen Richtplan des Kantons Luzern werden den regionalen Entwicklungsträgern verschiedene Rollen und Aufgaben zugewiesen. Es gelten dabei folgende Grundsätze:

  • In den beiden Räumen Luzern Agglomeration und Luzern Landschaft werden – unter Wahrung der gesetzlich festgelegten Zuständigkeiten – zweckmässige organisatorische Strukturen für eine effiziente und effektive Abwicklung der gemeindeübergreifend abzustimmenden kommunalen Aufgaben aufgebaut, ohne eine vierte Staatsebene zu schaffen.
  • Solche regionalen Entwicklungsträger werden mit den nötigen Ressourcen ausgestattet, um effizient agieren und raumplanerische sowie andere Aufgaben optimal lösen zu können.
  • Eine intensivere gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und Abstimmung wird angestrebt und Gemeindefusionen werden gefördert.
  • Der Kanton setzt gezielt Impulse zur Verbesserung der Planungen und damit auch der räumlichen Entwicklung.

Vier starke Entwicklungsträger
Um die regionalen Entwicklungsträger stark zu positionieren und die zu koordinierenden kommunalen Aufgaben effizient und effektiv wahrzunehmen, soll ihr Geltungsbereich möglichst grosse Gebiete umfassen. Im Raum Luzern Agglomeration ist daher aufbauend auf dem Regionalplanungsverband Luzern die Bildung eines einzigen regionalen Entwicklungsträgers anzustreben. Im Kanton Luzern bestehen heute die vier regionalen Entwicklungsträger Luzern-Plus, IDEE SEETAL, Region Luzern West und Sursee-Mittelland, die sich – aufbauend auf ihren bewährten Stärken – mit einer engeren Zusammenarbeit und der Nutzung von Synergien künftig noch mehr gemeinsam weiterentwickeln können.

Zugehörigkeit der Gemeinden zu den Entwicklungsträgern
Der Entscheid über die jeweilige Zugehörigkeit zu einem der regionalen Entwicklungsträger liegt bei den Gemeinden. Entscheidungsgrundlage dazu sind bestehende ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Verbindungen. Der Kooperationswille der Gemeinden ist das Fundament einer wirkungsvollen interkommunalen Zusammenarbeit und damit auch eine zentrale Voraussetzung starker regionaler Strukturen.

Aus dem Richtplan:
«Die Gemeinden bauen wenige gut organisierte regionale Entwicklungsträger auf, die in erster Linie gemeindeübergreifend kommunale Aufgaben koordinieren und aufeinander abstimmen, ohne damit eine vierte Staatsebene zu schaffen.»